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DTG Ulm e.V.


25 Jahre DTG Ulm

wo stehen wir?

Die DTG wurde, am Sonntag, 29. September 1991, gegründet. Die Ziele und das Selbstverständnis der Mitglieder werden in 1 der neuesten Fassung der Satzung (vom 21. Januar 2006) so beschrieben:

  1. Die Deutsch-Türkische Gesellschaft Ulm/Neu-Ulm e. V. pflegt die Beziehungen zwischen Türken und Deutschen und fördert die Integration ebenso wie die eigene Identität beider Gruppen jeweils in beiden Kulturkreisen.
  2. Dies geschieht insbesondere durch kulturelle und informierende Veranstaltungen verschiedenster Art in Zusammenarbeit auch mit anderen Institutionen.
  3. Im Interesse ihrer Zielsetzung ist die Gesellschaft parteipolitisch und religiös neutral.

Kein Teil der Satzung hat sich seit Gründung so oft und so nachhaltig verändert wie dieser. So definierte sich die DTG bei ihrer Gründung als "politisch neutral", was etliche Mitglieder so verstanden, dass sich die DTG jeglicher politischer Meinungsäußerung enthalten müsse.
Besonders die Debatte über das Kurdenproblem führte aber bald dazu, dass politische Stellungnahme unvermeidlich, schließlich auch bewusst gewollt sei. Sichtbares Zeichen für diesen Wandel sind die "politischen Foren in der vh", die die DTG seit 2001 mit jährlich bis zu 6 Abenden mehr und mehr als Schwerpunkt politischer Information veranstaltet.
Der Versuch der "Grünen", im Mai 2004 das Forum mit Cem Özdemir für ihren Wahlkampf zu nutzen, führte in der DTG fast einstimmig zur Position der parteipolitischen Neutralität.
Die religiöse Neutralität wurde als notwendige Position im Zusammenhang mit der Fundamentalismus-Diskussion erkannt. Natürlich hindert sie uns nicht, gemeinsam Bayram und Weihnachten zu feiern. Aber sie soll Offenheit und Respekt auch gegenüber anderen Religionen bezeugen.
Gegenwärtig beschäftigt unsere Mitglieder bereits ein neuer Paradigmenwechsel: Die Beschränkung auf die Beziehungen zwischen Türken und Deutschen erscheint manchen nicht mehr angemessen. Vielleicht ist unsere Zukunft ein Kulturverein ohne Beschränkung auf bestimmte ethnische oder religiöse Gruppen. Ausdruck findet diese Überzeugung seit einigen Jahren darin, dass die DTG eine Vernetzung vielfältiger Kulturvereine in Ulm nach Kräften zu fördern versucht.